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Karl Landsteiner Gesellschaft

Institut für Traditionelle Medizin

Institutsleiter
Stellvertreter
Advisory Board
  • Dr. Roswitha Bergsmann
    Facharzt Psychiatrie + Neurologie , Regulationsmedizin, Krankenhausmanagement
  • Dr. Gerhard Blasche
    Psychologe und Physiker, Med.Uni.Wien
  • Mag. Christian Breitfuß
    kaufmännischer Institutsberater, Geschäftsführer der Therme Wien Med
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Hans Bröll
    Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, Ärztlicher Leiter – Rheuma-Zentrum Therme Wien
  • Ao. Univ. Prof. Dr. Dagmar Eigner
    Österr. Gesellschaft für medizinische Anthropologie, Med.Uni.Wien
  • Ao. Univ. Prof. Dr. Cem Ekemkcioglu
    Ernährungsexperte, Med.Uni.Wien
  • HR Prof. Dr. Robert Fischer
    Leiter des Gesundheitspolitischen Forums
  • Dr. Wolfgang Foisner
    Kurärzteverband, Bad Hofgastein
  • Dr. Bettina Kottas-Heldenberg
    Ärztin für Allgemeinmedizin, Phytotherapie, Unternehmerin
  • Hongli Li, MPH,  Expertin für TCM,  Gastprof. Liaoning Universität für TCM, Doz. für Gesundheitslehre am Konfuzius-Inst. Uni. Wien; TEM, TCM
  • MPH-TCM HongYing Li-Reisek, Expertin für TCM, Gastprof. Liaoning Universität für TCM, Doz. für Gesundheitslehre am Konfuzius-Inst. Uni. Wien; TEM, TCM
  • Dr. Friedrich Marsch
    Techn. Büro für Geologie, Oberlungitz
  • Prof. Dr. Alexander Meng
    Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur ÖGA, Vice Chairman of Specialty Committee of TCM Psychology of WFCMS, Leitung des Arbeitskreises für Traditionelle Chinesische Massage ÖAT
  • Dr. Wolfgang Ortner
    Facharzt für Gynäkologie, 1.stv.Vorsitzender der Österreichischen medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung
  • Präs. Ao. Univ. Prof. Dr. H. Tilscher
    Österr. Ärztegesellschaft für Manuelle Medizin und konservative Orthopädie
  • Karin Weissenböck
    wirtschaftliche Institutsberaterin, Geschäftsführerin Moorheilbad Harbach, LebensResort Ottenschlag und Lebens.Med Zentrum Bad Erlach, Leiterin der Waldviertler „Xundheitswelt“
  • Franz Weichenberger, MBA
    wirtschaftlicher Institutsberater, Vorstandsmitglied des Spa-Zentrums "Alpentherme Gastein", des "Forschungsinstituts Gastein", Gesellschafter und Vorstandsmitglied der Gasteiner Heilstollen, Aufsichtsrat der HotelInvest, Mitbegründer des European Health Forum Gastein
  • Prof. Dr. Jaroslava Wendlová
    Facharzt für Innere Medizin an der Comenius Universität in Bratislava (Slowakei), Mitglied der Slowakischen Ärztekammer, Slowakische Bioregenerative Medizinvereinigung und Wissenschaftlicher Beirat der GAMED - Internationale Akademie für Ganzheitliche Medizin in Wien
  • Univ.-Prof. Dr. Kurt Widhalm
    Präsident der Österr. Akadem. Institut für Ernährungsmedizin, Präsident der European Association for Research in obese children (EAROC)
Arbeit am Institut

Die Traditionelle Medizin (TM) umfasst als Begriff zahlreiche Methoden der sogenannten Volksmedizin, die in verschiedenen Ländern und Regionen der Welt kulturell verankert und überliefert sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert traditionelle Medizin als "Wissen, Fertigkeiten und Methoden, basierend auf einheimischen Vorstellungen, Glaubensinhalten und Erfahrungen verschiedener Kulturen, die zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt werden" und hat in ihrem Strategiepapier 2014 – 2025 das Thema TM in den Mittelpunkt zu erreichender Ziele gestellt.

Es ist daher naheliegend, wenn im Sinne eines interaktiven Dialogs und wissenschaftlichen Brückenbaus zwischen der Traditionellen Europäischen und Chinesischen Medizin durch das Institut für TM ein wesentlicher Schritt getan wird, das Wissen zusammenzuführen und gemeinsame Forschung zu betreiben, um die wissenschaftliche Arbeit zu intensivieren.

Die „Traditionelle Europäische Medizin (TEM)“ versteht sich als integrales, traditionelles Heilwissen Europas, ausgehend von Hippokrates bis zum Anbruch der Moderne und gemäß den Standards einer salutogenetischen und ganzheitlichen Medizin, um diese Heilkunde und Heilkunst wirksam umzusetzen. TEM steht als Sammelbegriff für eine Vielfalt von Diagnoseverfahren, Heilmethoden sowie Heilmitteln, die von Ärzten, Naturheilpraktikern, nicht ärztlichen Therapeuten und in der Selbstmedikation angewandt werden. Die meisten Methoden haben eine lange, einige eine jahrtausendealte Tradition.
Einige Inhalte und Formen können bis zu den Alten Hochkulturen zurückverfolgt werden.  Die Neufassung und Neuakzentuierung der Medizin, die mit dem Namen Hippokrates von Kos verbunden ist, wurde in verschiedenen griechischen und römischen Schulen ausgestaltet. Galenos hat die pluralen Ansätze dieser Schulen unter dem Dach einer Hippokrates-Renaissance neu miteinander verbunden.
Eine wichtige Neuformation hat Paracelsus im Bereich der TEM vorgenommen, indem er verdrängtes medizinisches Wissen neu in den Diskurs einbrachte.
Zur TEM gehören u.a. Kurmedizin, Kneippmedizin  und Balneologie, Physikalische Medizin, Regulationsmedizin, Ernährungs- und Pilzheilkunde, Klimatherapie, Phytotherapie und Klostermedizin, Chronobiologie und Musiktherapie.

Die „Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)“ versteht sich als ein ganzheitliches Medizinsystem, das sowohl präventiv, als auch kurativ angewendet wird. Ziel ist es, die gesunde Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Sie ist das älteste, erprobteste und umfassendste medizinische System der Welt. Die Wurzeln dieser Heilkunde liegen ca. 6000 Jahre zurück. Es begann mit dem Sammeln und Erproben von Heilkräutern durch Einsiedler in den Bergen. Die TCM erfuhr ihre Weiterentwicklung, indem Herrscher-Dynastien das Wissen um die Heilkräuter systematisierten und schließlich die ersten medizinischen Hochschulen gründeten.
Die ganzheitliche Auffassung geht davon aus, dass sowohl der menschliche Organismus als auch die Beziehung zwischen Mensch und Natur eine Einheit bilden. Am Beginn steht ein Anamnesegespräch. Aus Gespräch und Diagnose geht hervor, welche Probleme mit welchen Methoden behandelt werden sollen. Zur TCM gehören u.a. Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Akupressur und Tuina, Moxibustion, Schröpfen, Qi Gong, Ernährungstherapie und Pflanzenheilmittel.

Aktivitäten wie Forschungsprogramme, wissenschaftliche Projekte und Studien, Veranstaltungen, Kongresse u.v.m. verstehen sich als Wege, im Bereich von Wissenschaft und Forschung für das Erreichen gesetzter Ziele zu sorgen. 

Forschung im Zusammenhang mit TM bezieht sich in erster Linie darauf, ob und inwieweit traditionelle Heilverfahren, die auf empirischer Basis angewendet wurden, bezüglich ihrer Wirkungsmechanismen und Effekte wissenschaftlich objektiv und dazu mit adäquaten Methoden evaluiert werden können. Darüber hinaus kann im Rahmen solcher Forschungsansätze auch untersucht werden, ob auf der Basis traditioneller Methoden - unter Einbeziehung des derzeit aktuellen Wissensstandes - neue Behandlungsverfahren entwickelt werden können.

Im Bereich der traditionellen Medizin, die letztlich eine Reihe von Behandlungsmethoden zusammenfasst, die im jeweiligen Kulturraum entstanden sind,  spielen  vorrangig Behandlungsansätze aus dem Bereich der Ernährung, Bewegung, der Anwendung natürlicher Heilvorkommen bis hin zu pflanzlichen Heilmitteln etc.  eine erhebliche Rolle.
Alle diese Verfahren weisen a priori keinen Zusammenhang mit Esoterik auf, sondern sind ohne Probleme mit dem derzeit herrschenden Paradigma in der Medizin in Übereinstimmung zu bringen. Die Berücksichtigung psychischer Phänomene bei Gesundheit und Krankheit sind keineswegs Gegenstand esoterischer Betrachtungen, sondern spiegeln sich auch in modernen Gesundheitssystemen, z.B. als psycho-sozialer Ansatz, wider.

Unter Bezugnahme auf eine Definition der Universität Wien versteht sich Wissenschaft als ein Verfahren, mit dem aufbauend auf bekannte Grundlagen (Literatur und andere Informationen) mittels systematischer Forschung (Experimente, Tests, Thesenüberprüfung, u.a.) Erkenntnis auf höherem Niveau erzielt wird. Wissenschaftliche Forschung folgt genau definierten und methodischen Verfahren und dokumentiert den eigenen Arbeitsprozess zur Gewährleistung der gegenseitigen Überprüfbarkeit. Die Überprüfung der Wissenschaftlichkeit eines Forschungsprozesses erfolgt im Rahmen der internationalen Diskussion auf Workshops, Tagungen und Kongressen und durch die systematische Kritik durch die Fachkollegenschaft in wissenschaftlichen Zeitschriften und anderen Medien (heute auch in Rundfunk, Fernsehen und Internet). Durch die Lehre (an der Universität, aber auch in außeruniversitären Kursen und in der Schule) und populärwissenschaftliche Publikationen werden die aktuellen Forschungsergebnisse auch an die allgemeinen Rezipienten weitergegeben.
(Quelle: https://www.univie.ac.at)

Fotos
Univ. Prof. Dr. Wolfgang MARKTL
Univ. Prof. Dr.
Wolfgang MARKTL
Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna, MBA MSc
Univ.-Prof. Dr.
Richard CREVENNA, MBA MSc
Senator MR Dr. Hannes SCHOBERWALTER
Senator MR Dr.
Hannes SCHOBERWALTER