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Karl Landsteiner Gesellschaft

Institut für Psychosoziale Medizin, Psychotherapie und Kindheitsforschung

Institutsleiter
Stellvertreterin
  • Dr.in Martina Grögl-Buchart
MitarbeiterInnen
Arbeit am Institut

Mit der Vielfalt im Angebot der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sollen durch die spezifischen Projekte der aktuelle wissenschaftliche Standard nachgewiesen und erhalten werden.

Laufende Projekte

Interdisziplinäres Netzwerkprojekt zwischen Jugendwohlfahrt, Bildungswesen und Kinder- und Jugendpsychiatrie im Industrieviertel in NÖ
>> PDF (23KB)

Das Projekt besteht aus fünf ineinander verzahnten Modulen, die auch teilweise parallel ablaufen.
Modul 1: Zielentwicklung und Konzeption gemeinsam mit den Projektpartner
Modul 2: Evaluation der Netzwerkarbeit
Modul 3: Klientelbezogene Teilprojekte
Modul 4: Verlaufsmonitoring
Modul 5: Dokumentation von Versorgungsmöglichkeiten, -fehlern, -schwierigkeiten, und –defiziten.
(www.kindernetzwerk.at)

Der therapeutische Raum und ein Versuch ihn zu erfassen:
Eine Studie: Die OPD-KJ Beziehungsachse in Diagnostik und Therapie jugendlicher Patienten

Die Beziehung wird in vielen psychotherapeutischen und milieutherapeutischen Tätigkeitsfeldern in den Mittelpunkt therapeutischer Bemühungen gestellt.
Diese Arbeit versucht die Dynamik der therapeutischen Beziehung durch das Erfassen von Beziehungsmustern und deren Wechselwirkung zwischen Innen und Außen, zwischen Ich und Du nicht nur zu reflektieren und zu beschreiben, sondern auch zu operationalisieren und so den wissenschaftlichen Untersuchungen zugänglich zu machen.
OA Dr.in Noske nimmt inter- und intrapsychische Beziehungen, die sich im Raum zwischen Jugendlichen und seinem Gegenüber entfalten zum Fokus und untersucht, wie diese Beziehungen beobachtet, beschrieben und im Zusammenhang mit dem intrapsychischem Erleben des Jugendlichen, aber auch des Therapeuten gebracht werden können.

Lebens-, Behandlungszufriedenheit und Psychodynamik von Jugendlichen im stationären Setting

In den letzten Jahren ist das klinische und wissenschaftliche Interesse an der OPD (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik) gestiegen. Sowohl die komplette OPD sowie die Einzelachsen, entsprechen den Gütekriterien (Scheider & Freyberger, 2000). Es existieren noch keine Längsschnittstudien über den Zusammenhang zwischen psychischen und strukturellen Störungen und der Lebenszufriedenheit von Kindern und Jugendlichen (Bastiaansen, Koot & Ferdinand, 2005). Das Ziel der Studie - neben der Beurteilung der Effizienz der stationären psychotherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen - ist es, herauszufinden, ob die Ergebnisse der OPD-KJ-2 Bewertungen zur Qualitätssicherung beitragen und damit unterstützen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Genauer gesagt erwarten Dr. Fliedl und Mag.a Katzenschläger, dass Veränderungen in der Struktur würde zu Veränderungen der Lebens- und Behandlungszufriedenheit sowie einer Reduktion der Symptomatik führt.

Effektivität stationärer Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen

Das Hauptziel dieser Untersuchung von Dr.in Grögl-Buchard und Mag.a Katzenschläger ist der Effizienznachweis der stationären psychotherpeutischen Behandlung bei Kindern und Jugendlichen. Die Ergebnisse sollen zur Qualitätssicherung der Abteilung und der Anpassung an den Versorgungsbedarf beitragen.
Als Indikatoren werden Lebens(qualität)zufriedenheit, Symptomreduktion sowie die Zufriedenheit psychiatrischer Patienten mit ihrem stationären Aufenthalt herangezogen. Letzteres gilt inzwischen als wichtiges Qualitätskriterium und wird als Indikator zur Erhebung empfohlen (Richter, 2004).
Die subjektiv wahrgenommene Lebensqualität weist einen direkten Bezug zum Schweregrad der psychiatrischen Störung auf (Mattejat, F. et. al., 2005) und stellt zudem bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen ein lange vernachlässigtes Thema dar (Ravens-Sieberer, U., Ellert, U., Erhart, M., 2007).
In Österreich gibt es bislang keine Studie, die sich mit einer
vollständigen Inanspruchnahmepopulation auseinandersetzt.

Elternstudie

Elternarbeit wird in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie als wesentlicher Teil des Behandlungskonzeptes gesehen.                           
Unter dem Titel: „Ohne Eltern, keine Kinder“ stellten Frau Jekat und Mag.a Pobuda Überlegungen für das Symposium „Die Eltern, die Kinder und wir“ (2010) an. Diese Studie wird im Klinikalltag weitergeführt, um den Zusammenhang zwischen dem Behandlungserfolg der PatientInnen und der von den Eltern erlebten Behandlungszufriedenheit auch hinsichtlich der verschiedenen Behandlungsaspekte transparent machen zu können.