Karl Landsteiner Gesellschaft

Institut für Gynäkologische Chirurgie und Onkologie

Institutsleiter
  • Prim. Univ. Doz. Dr. Lukas Hefler, MBA
    Schultestrasse 1
    4020 Linz
Mitarbeiter
  • OA Dr. Wolf Dietrich
  • Dr. Christoph Grimm
  • Priv.-Doz. Dr. Felix Stonek
  • Dr. Stephan Polterauer
  • Carmen Müller (Sekretariat, Studienbetreuung)
  • Lydia Fuhrmann (Sekretariat, Studienbetreuung)
Kosten und Finanzierungsplan

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 20.000 Euro pro Jahr und sollen mittels Sponsoring bzw. dem Veranstaltungsertrag gedeckt werden.

Partner
  • Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien
    (Univ.-Prof. Dr. Alexander Reinthaller)
  • Abteilung für Gynäkologie, Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Linz
    (Prim. Dr. Wolfgang Stummvoll)
Arbeit am Institut

Bereits vor mehr als 100 Jahren machten sich gynäkologische Ordinarii Sorgen um die Ausbildung im Bereich der gynäkologischen Chirurgie bzw. die Vermittlung derselben. Schon damals wurde das Problem der niedrigen Fallzahlen, der zunehmenden Anzahl an Ärzten bzw. der restriktiveren Operationsindikationen angeführt. Dies gilt natürlich auch heute mehr als je zuvor.
Konservative Therapiestrategien werden aufgrund vermeintlich niedrigerer Komplikationsraten häufig bevorzugt. Unter forensischem Druck sollte jede Erkrankung zuerst konservativ therapiert werden, bevor ein chirurgischer Therapieversuch unternommen wird. Auch der Wunsch nach Organerhalt seitens der Patientinnen wird jedes Jahr sinnvoller Weise größer. Wenn schon operiert werden muss, dann möglichst minimal invasiv.
So schwinden die „klassischen Operationen“ immer mehr, gleichzeitig nimmt die Zahl der im Spital praktizierenden Ärzte aufgrund sinkender Wochenarbeitsstunden zu. Ein Fülle von neuen Operationstechniken, Operationsintrumenten und Implantaten kommen jedes Jahr auf den Markt. Daraus ergibt sich ein chirurgisches „Dilemma“: Die Operationen werden weniger, die Ärzte werden mehr, die Eingriffe schwieriger und natürlich wird verständlicher Weise von alle Patientinnen höchste Qualität gefordert.
Um dieses Dilemma aufzulösen bedarf es neuer innovativer Strategien. In den letzten Jahren wurde ähnlich wie in der Luftfahrt die Notwendigkeit von „Trockentrainings“ betont. Chirurgische Operationsmodelle wurden entwickelt, strukturierte Lehr- und Lerninhalte wurden erarbeitet. Gerade im Bereich der gynäkologischen Chirurgie gibt es jedoch wissenschaftlich noch sehr viel zu tun. Im Gegensatz zu einer medikamentösen Therapie sind allgemein im Bereich der Chirurgie und im speziellen der gynäkologischen Chirurgie viele Operationstechniken noch nicht ausreichend evaluiert. Neue Nahttechniken, neue Implantate, neue Laparoskopie-Techniken werden eingesetzt, bevor diese den Kriterien der „evidence based medicine“ entsprechend getestet wurden.
Die gynäkologische Onkologie hat sich in den letzten Jahren und wird sich auch in den kommenden Jahren einem großen Wandel unterziehen. Die Zeiten, in denen jede Abteilung gynäkologische Onkologie betreibt, sollten eigentlich vorbei sein. Es werden Mindestfallanzahlen, eine entsprechende Expertise und Infrastruktur bzw. bestimmte Qualitätskriterien gefordert. Dies wird zwangsläufig zu einer Regionalisierung bzw. Zentralisierung führen. Dies führt wiederum zu einer schwierigeren Ausbildungssituation. Wie diese Lehrinhalte vermittelt werden sollen ist derzeit noch nicht gelöst. Hier gibt es auch großen Bedarf an wissenschaftlichen Untersuchungen.

Zentrale Fragestellungen/Ziele
  1. Evaluierung von neuen gynäkologischen-chirurgischen Operationstechniken in unabhängiger, nach allen Kriterien der Wissenschaft entsprechenden Art und Weise.
  2. Entwicklung und Etablierung von chirurgischen Operationsmodellen und Evaluierung ihrer klinischen Praxistauglichkeit.
  3. Abhaltung von Fortbildungsveranstaltung und Evaluierung des Wissenszuwachses der Teilnehmerinnen.
  4. Förderung der klinischen Forschung im Bereich der gyäkologischen Chirurgie durch Ausschreibung von Wissenschaftspreisen.
  5. Förderung der Lehre und deren wissenschaftlicher Evaluierung im Bereich der gynäkologischen Onkologie.
  6. Teilnahme bzw. Unterstützung von Multi-center-Studien im Bereich der gynäkologischen Onkologie.
Stand der Forschung/bisher durchgeführte Vorarbeiten

In den letzten Jahren wurden immer wieder Lehrveranstaltungen abgehalten, diese wurden nach den Kriterien der Wissenschaft evaluiert. Siehe:

Einige Operationsmodelle wurden bereits entwickelt. Im Bereich der gynäkologischen Onkologie gibt es eine große Expertise in der Durchführung von basiswissenschaftlichen bzw. klinischen Studien.

Ziele der nächsten 3 Jahr
  1. Veranstaltung von „hands on“ Workshops im Bereich der gynäkologischen Chirurgie mit wissenschaftlicher Auswertung nach Kriterien des OSATS („Objective Structured Assessement of Technical Skills“) und dementsprechender Publikation in wissenschaftlichen Journalen.
    www.dammriss.at
  2. Etablierung von neuen „low budget“ Operationsmodellen für den weitläufigen Einsatz derselben bzw. deren Evaluation.
  3. Etablierung einer eigenen „Studienzentrale“ im Bereich der „Gynäkologischen Chirurgie“.