Karl Landsteiner Gesellschaft

Institut für Dermatologische Forschung

Institutsleiter
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Trautinger
    Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten
    Universitätsklinikum St. Pölten
    Propst-Führer-Straße 4
    3100 St. Pölten
    Tel: 02742-300-11909
    Fax: 02742-300-11919
    e-mail: franz.trautinger@stpoelten.lknoe.at
Mitarbeiter
  • OA. Dr. Peter Schmidt, Universitätsklinikum St. Pölten
  • OA Dr. Erich Reither, Universitätsklinikum St. Pölten
  • Dr. Shabnam Moradi, Kranzbichlerstraße 47, 3100 St. Pölten
Sponsoren

Besonderer Dank gilt den Sponsoren, die durch Ihre Unterstützung die wissenschaftliche Tätigkeit des Instituts ermöglichen:

  • Estée Lauder
  • Pelpharma
  • Wyeth-Lederle Pharma
  • Boots-Healthcare
  • Intendis Austria
Arbeit am Institut

Das Institut für Dermatologische Forschung wurde im Juli 2006 gegründet und hat seinen Sitz an der Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten am Universitätsklinikum St. Pölten.

Das Institut wird sich in den kommenden Jahren mit folgenden Schwerpunkten befassen:

  1. Durchführung klinischer Forschung aus dem Bereich der Dermatologie und Venerologie an der Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten am Universitätsklinikum St. Pölten.
  2. Allergologie: Untersuchungen über die diagnostische Relevanz und Prävalenz allergenspezifischer IgE im Serum.
  3. Experimentelle Forschung im Bereich der Photobiologie der Haut und der Funktion von Hitzeschockproteinen in der Physiologie und Pathophysiologie der Haut (in Kooperation mit der Abteilung für Spezielle Dermatologie und Umweltdermatosen der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/dermatologie).
  4. Telemedizinische Diagnostik von pigmentierten und anderen Hautveränderungen (in Kooperation mit dem Exzellenzzentrum für Telemedizin an der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/eztm).

Ad 1.: Der Bereich der klinischen Forschung umfasst die Durchführung klinischer Studien und Anwendungsbeobachtungen in den dem jeweiligen Stand der Forschung und Entwicklung entsprechenden Schwerpunkten: Melanom, Psoriasis, kutane Lymphome, Autoimmunerkrankungen, Wundbehandlung, Infektionen und Allergologie.

Ad 2.: Die Prävalenz allergologischer Erkrankungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Durch frühzeitige klinische Erfassung und verfeinerte Labormethoden kann eine frühere korrekte Diagnose und Therapieeinleitung erfolgen, einerseits zur Besserung des akuten Krankheitsgeschehens, nicht zuletzt auch zur Verhinderung der Chronifizierung des Leidens und zur Vermeidung von Spätschäden. Die Übereinstimmung der Anamnese, des klinischen Bildes, der Hauttestungen und der Labordiagnostik ist hier besonders entscheidend.

Die statistische Auswertung der Relevanz und Prävalenz allergiespezifischer IgE im Serum der Patienten sowie die Bedeutung rekombinanter Allergene für verbesserte Diagnostik und Optimierung der therapeutischen Ansätze sind hier die vorrangigen Ziele der Forschungstätigkeit. An der Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten besteht eine hohe Patientenfrequenz und langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Allergie-Diagnostik.

Ad 3.: Der Schwerpunkt der geplanten experimentellen Forschungsarbeiten liegt entsprechend der Expertise und den Vorarbeiten des Institutsleiters auf der Untersuchung der zellbiologischen Auswirkungen ultravioletter Strahlung und auf der Bedeutung von Hitzeschockproteinen für die Biologie gesunder und erkrankter Haut.

Das Verständnis photobiologischer Prozesse in der Haut ist in Zeiten zunehmender UV-Belastung durch Exposition in der Freizeit (Sonnenbaden, Solarien) wegen des damit verbundenen Krebsrisikos von besonderer Bedeutung. Hitzeschockproteine sind natürlich vorhandene Schutzfaktoren vor schädlichen Umwelteinflüssen. Der Institutsleiter gehört zu den ersten Beschreibern dieser Proteine in der Haut und ihrer möglichen Funktionen. Derzeitige Untersuchungen beschäftigen sich mit der Funktion von Hitzeschockproteinen im Sonnenschutz und bei der Hautalterung.

Ad 4.: Telemedizin ist die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologie zum Austausch krankheitsbezogener Informationen zu Zwecken der Diagnose, Therapie, Prävention und Forschung. Weitere wichtige Bereiche, für die sich die Telemedizin idealerweise anbietet, sind Lehre, kontinuierliche Weiterbildung und Qualitätssicherung, vor allem wenn dabei die räumliche Entfernung einen kritischer Faktor darstellt.

Eine typische Anwendung der Telemedizin ist die Weiterleitung digitaler Aufnahmen an einen zweiten Ort zur verzögerten Fernkonsultation. Ideale Einsatzgebiete sind vor allem Bereiche bei denen eine bildliche Darstellung der Krankheitsprozesse erforderlich ist. Das ist zum Beispiel der Fall in der Histopathologie, der Radiologie und vor allem in der Dermatologie. Die Dermatologie ist eine Disziplin bei der die Diagnostik zu einem wesentlichen Teil auf makro- und mikroskopischen morphologischen Kriterien aufbaut. Digitale Photographie und speziell ausgerüstete Mikroskope bilden die technische Basis für den Datenaustausch. Im Rahmen der geplanten Kooperation mit dem Exzellenzzentrum für Telemedizin an der Medizinischen Universität Wien ist vor allem geplant die Telemedizin für die Diagnostik pigmentierter Hautläsionen am Universitätsklinikum St. Pölten zu etablieren. Im ersten Stadium dieses Projektes ist die Einrichtung der technischen Voraussetzungen (Etablierung der digitalen Auflichtmikroskopie, Vernetzung mit dem Exzellenzzentrum, Überprüfung der Qualität und Sicherheit). Weitere Zielsetzung ist die Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit mit dem Ziel der verbesserten Früherkennung von Melanomen und der Vermeidung unnötiger Excisionen gutartiger Läsionen. Unter dem Vorbehalt von aussagekräftigen Studien besteht daher Grund zur Annahme, dass Telemedizin zur finanziellen Entlastung des Gesundheitssystem beitragen kann.